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Home Aktuelles Archiv Schuljahr 2015 / 2016 Pirouettendreher und Geradeausfahrer: Kooperationsprojekt am Kepler-Gymnasium
Pirouettendreher und Geradeausfahrer: Kooperationsprojekt am Kepler-Gymnasium
kooperationsprojekt 2016Auch bei der neunten Auflage des Kooperationsprojektes im Fach Naturwissenschaft und Technik (NwT) des Kepler-Gymnasiums mit Maschinenbauunternehmen der Region galt es wieder, theoretisches Wissen praktisch umzusetzen. In der Schule wurden die Schüler der achten Klasse des naturwissenschaftlichen Profils mit Unterrichtseinheiten zum Technischen Zeichnen und zu Fügetechniken auf das Projekt vorbereitet. Der Projektauftrag im Rahmen der Unterrichtseinheit „Fortbewegung“ war dieses Mal, ein Modellauto zu entwerfen und zu konstruieren, dass eine Ladung von drei Golfbällen ungesichert transportieren sollte und damit nach einheitlichem Anlauf über eine Rampe möglichst weit und geradeaus fahren sollte. Dabei durfte die Ladung nicht verloren gehen. Keine einfache Aufgabe, denn der Gefällsknick am Ende der Rampe sorgt stets für eine ordentliche Impulsänderung, wodurch erhebliche Kräfte auf Fahrzeug und Ladung einwirken.
Die Praktikumsplätze bei den Firmen Arburg, Geb. Schmid, l‘Orange, HOMAG und Oest Maschinenbau waren wieder sehr begehrt und leider begrenzt. Also mussten sich die Schüler erst mal mit ihren selbst gezeichneten Plänen für das Kooperationsprojekt bewerben. Die 25 Schülerinnen und Schüler, die sich mit ihren Plänen und Ideen erfolgreich für das Kooperationsprojekt beworben hatten, wurden in Teams eingeteilt und den Firmen zugeordnet.
An zwei ganzen Arbeitstagen und vier Nachmittagen wurden die Fahrzeuge schließlich in den Ausbildungswerkstätten der Unternehmen von den Schülern unter professioneller Anleitung fertig gestellt. Für diese Umsetzung wurden die Achtklässler in den Betrieben im Umgang mit Säge, Feile, Bohrer und Fräse von Lehrlingen und Ausbildungsmeistern angeleitet. Nebenbei lernten die Schüler sowohl Hightech-Unternehmen der Region von innen kennen und entdeckten die Bedeutung des im Unterricht angeeigneten theoretischen Wissens für die Praxis im Betrieb.
Am Mittwoch, den 29. Juni 2016 war es dann wieder soweit. Nun mussten die fertigen Fahrzeuge gegeneinander antreten und ihre Praxistauglichkeit unter Beweis stellen. Zu diesem großen Ereignis waren die Betreuer aus den Firmen ins Kepler-Gymnasium gekommen und ebenso wie die Lehrer Janine Kosanke, Urs Latscha und Albrecht Ortmann sehr gespannt hinsichtlich der Ergebnisse. Nachdem die Schüler ihre Fahrzeuge kurz dem Publikum präsentiert hatten, wurden die Fahrzeuge nacheinander die Rampe heruntergelassen. Für jedes Fahrzeug gab es zwei Durchgänge, der bessere wurde gewertet.
Die Bestweite, aufgestellt von Melanie Bogomolov vom Team Schmid, lag bei Zwölfeinhalb Metern bei perfektem Geradeauslauf und ohne Ballverlust, während ein Fahrzeug Pirouetten drehte und folglich keine zwei Meter nach der Rampe zurücklegen konnte. Hier rächte es sich, dass die Achsen nicht sauber parallel zueinander ausgerichtet waren. Sorgfalt bei der handwerklichen Umsetzung zahlt sich eben aus.
Doch der Wettbewerb stand nicht im Vordergrund bei der Projektbewertung. „Der Weg ist das Ziel“, so Albrecht Ortmann. Die Komplexität des Projektes bringe es zudem mit sich, dass viele weitere Facetten in die Beurteilung der Fahrzeuge eingehen, so die schriftliche Dokumentation zu dem Projekt, die handwerkliche Ausführung der Produkte, die Gestaltung und die Rückmeldung aus den
Kooperationsbetrieben.
Frustration gab es deshalb auch nicht bei den „Verlierern“ des Wettbewerbs. Im Gegenteil, bei allen Beteiligten war das Fazit positiv. Bei den Schülern aufgrund der hinzugewonnenen handwerklichen Fähigkeiten und der vielfältigen Einblicke in die technische Berufswelt, die sie auf ihrem Weg vorangebracht haben. Bei den Betreuern aus der Schule und den Firmen aufgrund des erneut erfolgreichen Projektverlaufs.