Herzlich willkommen

Fach Musik

Das Musikprofil am Kepler-Gymnasium

Allgemeine Vorbemerkung

Musikerziehung an Gymnasien im ländlichen Raum bedarf einer größeren Anstrengung als in städtischen Bereichen. Insbesondere die teilweise weiten Wege und unzureichenden Verkehrsanbindungen bilden hier oftmals ein Hindernis. Dennoch sollten alle Anstrengungen unternommen werden, um auch Kindern im ländlichen Raum eine musikalisch-ästhetische Bildung zukommen zu lassen. Schülerinnen und Schüler aus dem Großraum Freudenstadt haben nun seit 2015 die Möglichkeit in angemessener Nähe ein Gymnasium mit Musikprofil zu besuchen. Das Musikprofil am Kepler-Gymnasium ist die einzige Einrichtung dieser Art im Landkreis Freudenstadt. Wichtige Voraussetzung für ein Musikprofil ist eine gut funktionierende Musikschule vor Ort, die Einbindung der Elternschaft in die organisatorischen Angelegenheiten und der Wille zur Kooperation mit allen am künstlerischen Leben Beteiligten in der Region sind unabdingbar.

Primäres Ziel eines Musikprofils am Kepler-Gymnasium ist die Förderung der musikalisch-ästhetischen Bildung von Jugendlichen und „…sie zu befähigen, ihre erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse als Bereicherung für die eigene Lebensführung nutzen zu können“ (Quelle: Bildungsplan 2004)

Der Unterricht

Der Unterricht im Musikprofil orientiert sich an den Vorgaben des Bildungsplans für Musik und Musikprofile in Baden-Württemberg bzw. an dem daraus abgeleiteten schuleigenen Curriculum.

Unterstufe:

Mit drei Wochenstunden in den Klassen 5 bis 7 stellt der verstärkte Musikunterricht eine wertvolle Chance für die Kinder dar, ihr Interesse und ihre Neigung im Fach Musik einbringen zu können. Ein erheblicher Teil der Unterrichtszeit ist dem vokalen (Chorklasse) oder instrumentalen (Bläserklasse) Musizieren gewidmet. Die Einführung eines Klasseninstruments (Bläserklasse), der Singstimme (Chorklasse) oder die Entwicklung einer gemischten Musizierklasse in der Klassenstufen 7 ermöglicht das Musizieren im Klassenverband und bietet den Schülern die Möglichkeit, musiktheoretische Erkenntnisse spielerisch und sinnlich erfahrbar zu erlernen.

Jeder Musiklehrer setzt darüber hinaus seine individuellen Schwerpunkte.

Das regelmäßige Singen gehört zum wesentlichen Unterrichtsbestandteil auch in der Bläserklasse. Am Ende von Kl. 7 verfügen die Schüler über solide Kenntnisse der wichtigsten musiktheoretischen Grundlagen und viel praktische Erfahrung, die eine Bereicherung ihres Lebens sein können. Wer jetzt in Kl. 8 zum Musikprofil wechseln will, hat die Grundlagen dazu erworben.

Mittelstufe:

Mit jeweils vier Wochenstunden können Schülerinnen und Schüler in den Klassenstufen 8 bis 10 am Musikprofil teilnehmen. (Der vorherige Besuch des verstärkten Musikunterrichtes ist nicht Voraussetzung). Musik ist dann Kernfach und wird laut Versetzungsordnung wie ein Kernfach behandelt. Die Möglichkeiten der Kurswahl in der Oberstufe wird durch den Besuch des Musikprofils in keiner Weise eingeschränkt.

Der Musikunterricht im Musikprofil der Mittelstufe baut auf dem Musikunterricht der Unterstufe auf. Wesentlicher Bestandteil des Unterrichts ist das eigenständige instrumentale und vokale Musizieren im Klassenunterricht. Ebenso eröffnen sich im Musikprofil der Mittelstufe verstärkt musikalische Experimentierfelder. Neben dem Vorspiel einzelner Schüler im Unterricht gibt es auch immer wieder öffentliche Klassenkonzerte. Dabei steht das Musizieren innerhalb der Klasse gebildeter Ensembles (z.B. Bläsertrio, Streichquartett, Combo usw.) im Zentrum, nicht der Einzelvortrag. Im Idealfall musiziert dabei die ganze Klasse zusammen, z.B. als gemischtes Klassenensemble

Welche Vorteile bringt ein vertiefender Musikunterricht?

Der vertiefte Umgang mit Musik bietet eine große Anzahl wichtiger Grunderfahrungen und Lernerlebnisse:

  • Praxisbezug durch Musizieren und zugleich kognitives Lernen der Musiktheorie, die so nicht zum Selbstzweck wird.
  • Aktualitätsbezüge durch Einbeziehung gegenwärtiger Musikrichtungen
  • Verständnis von Kunst und Kultur und damit die Entwicklung zum kulturbewussten Bürger
  • Persönlichkeitsentwicklung durch intensiven Beziehung in einer Musiziergruppe
  • Teamfähigkeit beim gemeinsamen Musizieren
  • Grundkompetenzen im Bereich Ensembleleitung

Weitere Schlüsselqualifikationen kann insbesondere die Musik fördern.

  • Musikalisches Tun und Erleben fördern die Intelligenz und Konzentrationsfähigkeit, sowie die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit. Dies ist wissenschaftlich belegt.
  • Emotionalität und Kreativität werden durch aktives Musizieren gefördert.
  • Musikalische Praxis fördert die Eigenverantwortlichkeit, die Urteilsfähigkeit und die Selbstständigkeit.

Kooperationen

Eine große Rolle bei der erfolgreichen Arbeit des Musikprofils an der Schule spielt die Bereitschaft zur Kooperation auf vielen Ebenen. Vielfältig sich gegenseitig befruchtende Kooperationsbeziehungen bestehen z.B. zwischen der Schule und

  • der Musik- und Kunstschule Region Freudenstadt

(Absprache von Terminen, Erfahrungsaustausch zwischen den Lehrkräften beider Institutionen, gegenseitige Rücksichtnahme bei terminlichen und personellen Überschneidungen, gegenseitige Hilfsbereitschaft bei Raumproblemen oder fehlendem Instrumentarium, eventuell gemeinsame Musical-Projekte), Mitwirkung von Schülern der MuK in Ensembles des Kepler-Gymnasiums.

  • den Eltern des Kepler-Gymnasiums

(Helferteams bei der Durchführung von Konzerten für z.B. Transport von Chorpodesten, Pauken, Cembalo etc., Auf-und Abbau, Bewirtung, Unterbringung von Gastchören oder Gastorchestern), finanzielle Unterstützung der Ensembles

  • der Stadt Freudenstadt

(Möglichkeit der Nutzung von Konzertsälen im Kurhaus; Einbindung der Ensembles bei Empfängen und Festlichkeiten der Stadt Freudenstadt; Die Ensembles des Kepler-Gymnasiums werden zu musikalischen Botschaftern der Stadt; Unterstützung von Konzertreisen der Ensembles.

  • dem Förderverein des Kepler-Gymnasiums

Der Förderverein verwaltet die Bläserklassen, stellt die Instrumente zur Verfügung und wickelt die monatlich anfallenden Zahlungen ab. Im Weiteren führt der Förderverein die Kassen der einzelnen Ensembles.

Drucken